Rolf Jüngermann / bipo

 

Meine  Texte  zur  Bildungspolitik

Zu der verheerenden Rolle des Gymnasiums
im deutschen Schulwesen

Allen ernsthaften Reformversuchen trotzend garantiert  das Gymnasium seinen Absolventen eine Art aristokratische Weihe durch lebensferne Erziehung.  Von blauem Blut sein Selbstverständnis, seine Realitätsferne und sein gebrochenes Verhältnisses zu anwendungs- und praxisbezogenen Aufgaben und Denkweisen; geprägt durch die Notwendigkeit, sich seine komfortable Existenz auf Kosten anderer zu sichern -  ist es doch existentiell darauf angewiesen, die schwierigeren pädagogischen Aufgaben auf die anderen Schulformen abwälzen zu können. Damit bildet es den harten Kern des sozial hochselektiven gegliederten deutschen Schulwesens und des deutschen Bildungsproblems.      
 
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Waldorfschulen im Zwielicht

"Es ist insofern ganz irrig, wenn die Meinung besteht, in der Waldorfschule ergäben sich das Lernen und die Themen des Lernens vom Kinde aus; sie ergeben sich aus der Sicht auf das Kind, und die ist anthroposophisch bis in das Detail der Präsentationen von Legenden oder Biographien, Mineralien oder Blumen oder Geschichten. So gesehen, wird in der Waldorfschule zur Anthroposophie erzogen und zwar um so nachhaltiger, als sie nicht direkt und kontrollierbar gelehrt, sondern gleichsam  eingeflößt wird."

(Klaus Prange, Erziehung zur Anthroposophie, Bad Heilbronn / Obb. , 1987)   (S. 190)

Zum PISA-Jubiläum
Gezinkte Karten von Anfang an

Wahrscheinlich glauben Sie, Sie wissen so ziemlich alles Wesentliche über PISA 2000. Ich möchte wetten, dass nicht:   Bei der Veröffentlichung der Ergebnisse von PISA-2000 in Deutschland wurde in peinlicher Deutlichkeit demonstriert, wie fest die Zunft der deutschen Bildungsforscher – darunter auch so mancher mit gewerkschaftsnahen Positionen  – sich auf das gegliederte Schulwesen hatte einschwören lassen und zu welch erstaunlichem Vorgehen sie sich hinreißen ließen, weil es um den Erhalt des gegliederten Schulwesens ging
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Enteignet Bertelsmann

Was den Italienern ihr Berlusconi, war uns Herr Mohn. Allerdings ging letzterer geschickter vor, tarnte seinen Konzern  mit dem  Image eines harmlosen Buchclubs, hätte nie den Fehler gemacht, sich einer Wahl zu stellen.
. . .  Wie die Privatisierung des deutschen Schulwesens Schritt für Schritt auf  den Weg gebracht wurde.
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Macchiavelli und das Schulwesen

„Sie müssen nämlich verstehen, daß die Organisation des Erziehungswesens das entscheidende Problem ist, das wir konsequent und unerbittlich unserem Einfluss restlos vorbehalten müssen, während wir die Lehrplan-, Unterrichts-, selbst Erziehungsfragen beruhigt den Pädagogen, Ideologen, ja selbst den Sozialdemokraten überlassen können.”  - 
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